Acadian Post enlarge Image Foto (HiRes)
CD xxs21 indigo {short description of image}
Normalerweise lassen wir uns von Euch da draußen ja nicht in unsere Signing-Politik reinreden. Normalerweise. Diesmal war es anders, denn im Fall von ACADIAN POST pfiffen es die Spatzen schon förmlich von den Dächern. Und das, bevor wir ihre beiden Promo-CDs hören konnten, die sich irgendwann in unserem Postkasten fanden. ACADIAN POST passen einfach zu XXS, munkelte es allenthalben und das sogar ohne unser Zutun. Hier seien die Songs und die Sounds, die uns alle verbinden. Und in der Tat: welch eine Geste liegt in dieser Musik! ACADIAN POST holen in ihren Ideen sehr weit aus, ein musikalisches Spektrum, das in allen Schattierungen von Gram Parsons bis Calexico reicht, in dem sich aber auch ein klassischer und ein Jazz-Background spiegeln. Selbstbewusste Ensemblemusik, die aus vielen Stimmen entsteht und beständig wächst und die, erst einmal in Fahrt gekommen, kaum einzuschüchtern ist. Ein hitziges Konzert vor David Lowerys CRACKER in Hamburg war für ACADIAN POST der erste Auftritt vor einem größeren Publikum. Die fünf Jungs waren cool genug, ihren längsten Song gleich zu Beginn zu spielen. Apropos cool: ACADIAN POST senken den Altersdurchschnitt bei XXS um einige Jährchen. Jugend spricht jedoch nicht für Unerfahrenheit. Sänger Hannes Klock ist seit seinem 16. Lebensjahr in allen möglichen Gruppen (von Country- bis Bigband) aktiv, und Lukas Tügel bläst seine Trompete in Jazz-Bands und einem Barockorchester (!). Zusammen spielen die beiden seit 1998 (u.a. europaweit als Straßenmusiker) und zeichnen auch für alle Songs von ACADIAN POST verantwortlich. Unterstützt werden sie dabei von Christian Keil (Trompete), Felix Weigt (Bass, Klavier) und Thomas Janser am Schlagzeug. ACADIAN POST haben ihr gleichnamiges Debüt zusammen mit Dinesh Ketelsen (FINK, NATIONALGALERIE) als Produzenten und Mitmusiker in dessen Studio Raum 1 aufgenommen. Zehn Songs, die vom Reisen und Ankommen erzählen, vom langsamen Verlieren, Verlassen und Verlieben. ACADIAN POST klingen dabei in ihrem Spiel meist abgeklärter als ein ganzer Eisenbahnwagon voll Hobos. Das ist gut so. Lass' die anderen hysterisch sein, diese Band hier ist halt noch jung genug, sich Zeit zu lassen. Und vielleicht ist das auch der Grund für die Faszination, die von ihrer Musik ausgeht. 

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