{Fink} Fink
Fogelvink
Loch in der Welt
CD (1998)
xxs 003/Indigo CD 8368-2
going home
back
Nach ihrem 1997er-Debüt Vogelbeobachtung im Winter folgte 1998 ein tiefer, neugieriger Blick in das Loch in der Welt. "Möglicherweise ist es ein Tunnel zur anderen Seite, ein Einschußloch, die Aufschlagsstelle eines Meteoriten, das Guckloch im Vorhang eines alten Theaters, das Astloch in einem Bretterzaun oder die Öffnung eines Brunnens, von dem niemand genau sagen kann, ob sein Wasser vergiftet ist." Immer wieder diese skurrilen Geschichten, von denen man nie weiß, zu welchen Höhen sie einen führen werden oder in welche Abgründe sie einen stürzen lassen. Denn das Schöne kommt bei Fink im Alltagskleid daher, das Unfaßbare wird zum scheinbar Banalen: "Ich hab' das Loch in der Welt gesehen, ich habe reingeschaut. Jetzt weiß ich, wie sie den Tag andrehen und wer die Stunden zerkaut" singt Nils Koppruch, und man glaubt ihm aufs Wort. Knarrzig und knorrig im Ton, dabei aber stets über beide Ohren charmant. Geschichten vom Hund, der den Schinken verschmäht, dem Mann, der keine Schmerzen kennt, oder von dem, der sich mitten in der Samstagsnachmittagsidylle verbrennt. Doch keine Angst, im Bodycount halten sich Fink diesmal zurück, und auch das Pferd ließ man diesmal in "Oklahoma", nur sein Wiehern hallt in der countryesken Instrumentierung noch lange nach.